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Chronologie der Geschichte von Salzgitter-Bad I (1000-1590)

Die eigentliche Geschichte der Salzgewinnung in Salzgitter begann sicherlich schon viel früher, als die ersten Urkunden und zeitgeschichtlichen Zeugnisse nachweisen. Hier werden sicherlich noch weitere Erkenntnisse gewonnen. So haben durch Funde, bei den Schachtarbeiten zum Bau der Tiefgarage, eine sehr frühe Nutzung der Solequelle nachgewiesen werden können. Für das Erste werde ich mich hier auf belegbare Daten beziehen.

1051 In einer Urkunde Heinrichs III. wird erstmals der Name "Salzgau" (comecia Saltga, pagus Saltgo) erwähnt.
1086 Kaiser Heinrich IV. schenkt dem Bischof Udo von Hildesheim die ehemalige Kaiserpfalz Werla mit dem "Salz von Gitter"
1131 Erstmalige Erwähnung einer "Pfännerschaft"
1273 Der Salzbezirk der Gemeinden Gitters und Vepstedt soll umwallt gewesen sein. (Heutiger Altstadtkern)
1337 Erstmals wird der Begriff  "Dat Salz"   als Ortsbezeichnung erwähnt. Der Ort war mit einem palisadenbewehrten Wall umgeben.
1350 Vermutliche Aufgabe der Höfe in Vepstedt und Umzug in die Stadt.
1356 Das Salzregal wird von den Hildesheimer Bischöfen in der goldenen Bulle bestätigt.
1393 Letzte echte Ritterschlacht bei Benem (Beinum). Konrad von Schwicheldt und Hildesheimer Ritter verlieren gegen die Reiter des Kurfürsten von Sachsen.
1430 Der Wehrturm (Turm der Mariae-Jacobi-Kirche) wird am Nordwall erbaut.
1452 Hilleburg von Gitter schenkt dem Rat  "Rade tom Solte to Gittere"  eine Kapelle (Marienkirche).
1459 Verwendung des zusammengesetzten Namen  "Soltegyter"
1471 Erste Verwendung des Siegels von Salzgitter
1481-1486 Die Bierfehde bringt Unheil über die Stadt. Die hölzerne Marienkirche am Westwall (Marienplatz) wird niedergebrannt.
1484 Wird die neben dem Wehrturm erbaute Mariae-Jacobi-Kirche mit zwei Altären geweiht.
1519-1526 Hildesheimer Stiftsfehde. Die Hildesheimer Bischöfe verlieren das  "Große Stift" und damit auch Salzgitter an die Herzöge von Braunschweig.
1523 Friede von Quedlinburg. Die Salzwerke, Brauereien und Schänken werden dem Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel als "Regalstücke" zugesprochen.
1522 Der Ratskeller bekommt ein zweites Stockwerk aufgesetzt und die Schule wird angefügt.
1568-1589 Herzog Julius von Braunschweig. In seiner Zeit werden Ortsfremde eingestellt und die Anzahl der Salzpfannen reduziert. Große Armut bricht aus.
1587 In Salzgitter gibt es als Folge davon nun 31 Berufe, die aber kaum den Broterwerb sichern können.
1589 Rückgabe der "Braugerechtsame" an die Stadt durch Herzog Heinrich Julius.
1590 Rückgabe des Brauhaus an die Stadt für den Preis von 810 Gulden.