Die eigentliche Geschichte der Salzgewinnung in Salzgitter begann sicherlich schon viel
früher, als die ersten Urkunden und zeitgeschichtlichen Zeugnisse nachweisen. Hier werden
sicherlich noch weitere Erkenntnisse gewonnen. So haben durch Funde, bei den
Schachtarbeiten zum Bau der Tiefgarage, eine sehr frühe Nutzung der Solequelle
nachgewiesen werden können. Für das Erste werde ich mich hier auf belegbare Daten
beziehen.
| 1051 |
In einer Urkunde Heinrichs III. wird erstmals der Name
"Salzgau" (comecia Saltga, pagus Saltgo) erwähnt. |
| 1086 |
Kaiser Heinrich IV. schenkt dem Bischof Udo von Hildesheim
die ehemalige Kaiserpfalz Werla mit dem "Salz von Gitter" |
| 1131 |
Erstmalige Erwähnung einer "Pfännerschaft" |
| 1273 |
Der Salzbezirk der Gemeinden Gitters und Vepstedt soll
umwallt gewesen sein. (Heutiger Altstadtkern) |
| 1337 |
Erstmals wird der Begriff "Dat Salz"
als Ortsbezeichnung erwähnt. Der Ort war mit einem palisadenbewehrten Wall umgeben. |
| 1350 |
Vermutliche Aufgabe der Höfe in Vepstedt und Umzug in die
Stadt. |
| 1356 |
Das Salzregal wird von den Hildesheimer Bischöfen in der
goldenen Bulle bestätigt. |
| 1393 |
Letzte echte Ritterschlacht bei Benem (Beinum). Konrad von
Schwicheldt und Hildesheimer Ritter verlieren gegen die Reiter des Kurfürsten von
Sachsen. |
| 1430 |
Der Wehrturm (Turm der Mariae-Jacobi-Kirche) wird am Nordwall
erbaut. |
| 1452 |
Hilleburg von Gitter schenkt dem Rat "Rade tom
Solte to Gittere" eine Kapelle (Marienkirche). |
| 1459 |
Verwendung des zusammengesetzten Namen
"Soltegyter" |
| 1471 |
Erste Verwendung des Siegels von Salzgitter |
| 1481-1486 |
Die Bierfehde bringt Unheil über die Stadt. Die hölzerne
Marienkirche am Westwall (Marienplatz) wird niedergebrannt. |
| 1484 |
Wird die neben dem Wehrturm erbaute Mariae-Jacobi-Kirche mit
zwei Altären geweiht. |
| 1519-1526 |
Hildesheimer Stiftsfehde. Die Hildesheimer Bischöfe
verlieren das "Große Stift" und damit auch Salzgitter an die Herzöge von
Braunschweig. |
| 1523 |
Friede von Quedlinburg. Die Salzwerke, Brauereien und
Schänken werden dem Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel als "Regalstücke"
zugesprochen. |
| 1522 |
Der Ratskeller bekommt ein zweites Stockwerk aufgesetzt und
die Schule wird angefügt. |
| 1568-1589 |
Herzog Julius von Braunschweig. In seiner Zeit werden
Ortsfremde eingestellt und die Anzahl der Salzpfannen reduziert. Große Armut bricht aus. |
| 1587 |
In Salzgitter gibt es als Folge davon nun 31 Berufe, die aber
kaum den Broterwerb sichern können. |
| 1589 |
Rückgabe der "Braugerechtsame" an die Stadt durch
Herzog Heinrich Julius. |
| 1590 |
Rückgabe des Brauhaus an die Stadt für den Preis von 810
Gulden. |